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Der Park
Fossil Free
Projekt
"FOSSIL-FREE"-AUSSTELLUNGSGELÄNDE DES PARCO NAZIONALE DOLOMITI BELLUNESI
Einführung
1. Natürliche Schutzgebiete für ein nachhaltiges Energiesystem.
Anregung für das Projekt ""Fossil-free"- Ausstellungsgelände des Parco Nazionale Dolomiti Bellunesi" war die Idee eines Schutzgebietes, das nicht nur seinen Hauptaufgaben der Umwelterhaltung, -forschung und -erziehung nachkommen sollte, sondern auch eine regelrechte "Werkstatt für Nachhaltige Entwicklung" mit Pilotprojekten im Bereich der Alternativen Technologien:
· Energieproduktion und -verbrauch
· Abfallwirtschaft
· Abwasserklärung
· Mobilität,
sein sollte, um dem Gebiet außerhalb der Parkgrenzen eine Herausforderung und gleichzeitig auch einige Lösungsvorschläge zu bieten, indem eine neue Art des Managments der natürlichen Ressourcen und der Berücksichtigung der Rechte der kommenden Generationen, sowie der Länder der südlichen Halbkugel vorgestellt wird.
Dieses "Solarisierungsprojekt" des Parco Nazionale Dolomiti Bellunesi dient der Förderung der allgemeinen Einführung insbesondere von:
· modernen Technologien für die Nutzung der Holzenergie (Hozschnitzel, Pellets, Brennfeuer) mit Verbrennung durch Vergasung. ·Pflanzlichem Heizöl, Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung und alternativem Dieselmotorantrieb
· Solarenergie und Photovoltaik
· Mikro-Wasserkraftenergie sowohl in den parkinternen Gebieten, als auch in den beschränkten besiedelten Gebieten entlang der Parkgrenze. Ziel ist (zumindest mittelfristig, in Anbetracht der Schwierigkeiten, die mit der Ablösung der traditionellen Kraftstoffe für Transportmittel verbunden sind), ein von fossilen Energiequellen vollkommen freies Ausstellungs-Gelände zu schaffen, das somit nicht zum globalen Klimawechsel durch den Ausstoß von Treibhausgasen beiträgt.
Obwohl das Austauschpotential von fossilen Energien in einem so gering besiedelten Naturschutzgebiet, wie dem Parco Nazionale Dolomiti Bellunesi, quantitativ sehr begrenzt ist, wird der hohe kommunikative und psychologische Einfluss eines solch "fokalen Punktes" für alternative Lösungswege zur Deckung des Strombedarfs, sowie des Energiebedarfs zu Heiz- oder Transportzwecken durch die hohe Anzahl von Bergsteigern, Wanderern, Touristen und Schulklassen gewährleistet, die jedes Jahr in den Park kommen.
Ein Teilgebiet des Parks, in dem die Durchführung von Pilotprojekten im Bereich der Alternativen Energien einen besonders hohen Demonstrationswert hat, ist die Valle del Mis. Das Tal war 1966, nach einer Überschwemmung, komplett vom Stromnetz der nationalen Elektrizitätsgesellschaft ENEL isoliert worden. Dieses Ereignis hat das Endergebnis eines zehnjährigen historischen Verwahrlosungsprozesses bestimmt. Heute hingegen stellt das Tal eines der wichtigsten Parkzugänge, sowie das bedeutendste Massentourismusziel des Parks dar. Um die Erschliessung dieses Gebiets angemessen zu fördern, hat die lokale Verwaltung seit einiger Zeit den Willen geäußert, das Tal wieder ans Stromnetz anzuschließen. Das vorgeschlagene Projekt zur alternativen Elektrifizierung soll dazu dienen, den aus der geplanten Tourismuserschließung resultierenden Strombedarf des Tals zu decken. Hierzu sollen Erneuerbare Energiequellen und insbesondere Kleinwasserkraft und Photovoltaik angewandt werden. Zusammen ermöglichen die im Rahmen einer alternativen Elektrifizierungsstrategie vorgeschlagenen Anwendungen von Erneuerbaren Energien die Schaffung, in der Valle del Mis, eines regelrechten "Schaufensters der Technologie", in dem die konkreten Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien vor- und ausgestellt werden, wahrscheinlich das einzigartigste Italiens in Betracht der Vielfalt an vorgestellten Projektlösungen, sowie der räumlichen Konzentration. Dank dem hohen Innovations- und Demonstrationswert, kann dieses "Schaufenster" Anziehungspunkt für die Touristen des Parks und Ziel für technische Besichtigungen werden.
2. Übersicht der für einen Fossil-free-Park geplanten Maßnahmen:
1. "Solarisierungsprojekt" (mittles Photovoltaik, Mikro-Wasserkraft, Biodiesel-Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung) der Berginfrastukturen, um die Umweltauswirkungen und die Lärmbelästigung durch traditionelle Stromgeneratoren, deren Nutzung überdies in Gebieten mit hoher ökologische Empfindsamkeit gänzlich widersprüchlich ist, so weit wie möglich zu verringern:
· in den sich im Parkgebiet befindenden Berghütten, was zu einem nachhaltigeren Touristenstrom führt.
· in den noch aktiven Almen, was - dank der wesentlichen, durch diese Anwendungen ermöglichte Verbesserung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse in den Bergen - dazu führt, den Trend der Verwahrlosung dieser wesentlichen Teile des Berggebiets umzukehren und folglich wichtige historische und anthropologische Werte zu erhalten.
2. Plan zur Vorstellung und Förderung von Solarthermie, Photovoltaik und Waldbiomasse für die Wärmeerzeugung in niedriger Höhe, insbesondere in Gebieten mit hohem Touristen- und Besucherstrom (Besucherzentren, Fremden- und Jugendherbergen, Museen, Forststationen und dem Sitz der Parkverwaltung). Damit soll das Vorstellungs- und Kommunikationspotential dieser alternativen Lösungswege voll ausgeschöpft werden.
3. Plan für die alternative Stromerzeugung in der Valle del Mis:
· Anwendung von Photovoltaik und kleiner Wasserkraft zur Stromerzeugung in touristischen Betrieben (Campingplätze, Bungalows, Verpflegungsstellen) und traditionellen Landsiedlungen;
· Anwendung von Photovoltaik im Verkehrsbereich (Tunnelbeleuchtung, Ampelbetrieb, Telemanagementsysteme der Tal-Parkplätze), sowie Vorstellung weiter Anwendungsmöglichkeiten der Photovoltaik: Elektroboote für Seerundfahrten, ohne jegliche Umweltauswirkungen; alternative Strassenbeleuchtung; ländliches Funksprechnetz, automatisierte UVA-Strahlensysteme zur Trinkwasseraufbereitung.
4. Förderplan für die "Solarisierung" der Wohnungen, die sich innerhalb des Parkgebietes befinden, mittels Einführung von Scheitholz-Vergaserkesseln, Solarkollektoren und Photovoltaikdächern mit Einspeisung in das öffentliche Stromnetz.
5. Nachhaltigkeitsplan für Zugang und Mobilität im Parkgebiet, der die jahreszeitliche Begrenzung des Privatverkehrs in den verkehrskritischsten Punkten vorsieht, sowie die Bereitstellung von Shuttle-Bussen mit Biodieselantrieb oder hybridem Antrieb (elektrisch oder Biodiesel) und elektrischen PKWs und Mofas mit photovoltaischem Solarmodulantrieb zur Gewährleistung der individuellen Mobilität.
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