Geologie
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Das Val del Mis

Zugang: In Pian Falcina (Mis See) in La Stua, auf der Provinzstraße, mit kurzen Abstechern in die umliegenden Zonen (Val Brenton, Val Soffia)

Ein großes Quertal
Das enge Val del Mis bildet einen tiefen Canyon zwischen glatten, steilen Felswänden. Es ist ein sehr antikes Transversaltal, das die gesamte Gruppe der Belluneser Dolomiten (quer) durchschneidet. Deshalb kann man hier alle geologischen Hauptformationen beobachten, von Scaglia rossa (am Taleingang) bis zum Hauptdolomit. Wie es bei antiken Tälern oft der Fall ist, handelt es sich um ein sehr komplexes landschaftliches System, zu dessen morphologischer Entwicklung Gletscher, Wasserläufe, Verwitterungsprozesse (Bergrutsche und Erosion) und Verkarstungen beigetragen haben. Die Modellierung durch den antiken Mis-Gletscher während der letzten Eiszeit erkennt man am U-förmigen Querprofil (relativ breiter Talboden und ziemlich steile Flanken). Besonders beeindruckend ist das Segment zwischen Gena bassa und Titele ("Canal del Mis"), das sich wie eine Schlucht im subhorizontalen Gesteinsschichten des Hauptdolomits (fluviale Karstschlucht)  präsentiert. An den Seitenwänden erkennt man eine Sequenz von engen/tiefen Seitentälern und Einschnitten, und man sieht ganz klar, dass einige davon entlang wichtiger Verwerfungen verlaufen (Val Falcina, Val Brenton, Val Soffia). Bei kurzen Abstechern nach links und rechts kann man sehr interessante und wirklich beeindruckende Mikroambiente entdecken:  

  • (a) Die "Cadini del Brenton"; Diese Erosionskessel wurden durch rauschende Bäche und den bei Sturzfluten mitgerissenen Schotter  in den subhorizontalen Gesteinsschichten aus Hauptdolomit ausgewaschen.
  • (b) "Cascata della Soffia", ein hoher Wasserfall in einer engen Klamm
  • (c) Die Karstquellen La Stua; sie sprudeln aus Hauptdolomitgestein hervor und werden durch das Wasser der Hochebene Piani Eterni gespeist, das durch unterirdische Kanäle hier herab fliesst.
  • (d) (e) Das Flussbett des Mis Bachs mit seinem vielen Steinen: helle Steine (Kalk, Dolomit), dunkle Steine (Porphyr, Vulkangestein), mehrfarbige Steine (Konglomerate, Gneis), silbergraue Steine (Phyllit).

Gestein, Landschaften und Formationen

Gestein: Scaglia rossa (Vedana See, Le Rosse, Pascoli); Calpionellenkalk (Pascoli); Vajont Kalk (Flanken der Staumauer); graue Kalke (von der Staumauer bis fast ins Val Falcina); Hauptdolomit (vom Val Falcina bis Titele)
Landschaftsformen:
Gletscherformationen: Gletscherablagerungen (Gena alta, Erdrutsche entlang der Strasse)
Karstformationen: Karstquellen (La Stua)
Periglaziale Formationen: Nischen und Einbuchtungen am Fuß der Felsen
Bachformationen: Schwemmmaterial (Flussbett des Mis Bachs); Erosionskessel (Val Brenton); Wasserfälle (La Soffia)


Ambiente / Landschaft

Ein durch fluviale Erosionen und Verkarstungen geschaffener Canyon
"Bei uns gibt es Täler, wie man sie sonst nirgendwo findet (..). Zum Beispiel das Valle del Mis, mit seinen vielen engen Seitentälern, die von wilden und unbezwingbaren Bergen herabstürzen" (Dino Buzzati).
Unter den Tälern des Nationalparks ist das Val del Mis für seine einzigartige Natur, die mysteriöse und düstere Atmosphäre seiner Schluchten und Klammen und auch für seine wunderbaren "Feuchtbiotope" (See, Wasserfälle, Karstquellen, Erosionskessel) bekannt. Außerdem findet man idyllische rurale Siedlungen, die heute praktisch nicht mehr bewohnt sind (Gena media, Gena alta, Pattine, La Stua). 

Anmerkungen: Einfache Tour

See Mis
See Mis
(photo von Stefano Mariech)
 
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