Geologie
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Das Becken Conca di Caiada

Zugang: Von Faè mit dem Auto bis Pian de le Stele, dann zu Fuss auf Pfaden und Wegen bis Palughet (Weg Nr. 509)

Ein ungewöhnliches Becken, das vielleicht durch einen mächtigen antiken Bergrutsch entstand.
Das Hochbecken Caiada ist für seine herrlichen Wälder bekannt, und es präsentiert sich wie ein riesiges Amphitheater mit sehr eigenartiger Form. Die Entstehung des Beckens gibt den Geologen bis heute Rätsel auf. Das waldige Caiada Becken bildet den Talschluss des Val Desedan und wird von den Bergen Cimon, Cime di Caiada und Cirvoi umrahmt. Den Fuß dieser Gruppe säumen mit Bäumen bewachsene Schotterhänge. Das große, wellige Becken (Gletscher- und lokal auch Bachablagerungen) wird von zahlreichen kleinen Wasserläufen durchzogen, die zum Teil im Boden versickern (Infiltrationen; das Wasser tritt weiter talwärts wieder an die Oberfläche und speist den Desedan Bach) und zum Teil Sümpfe (Feuchtgebiet Palughet) bilden. Das Hochbecken Pian Cajada hat eine sehr komplexe morphologische Entstehungsgeschichte. In neueren Studien (L.Salti, 1997) wird vermutet, dass es durch einen mächtigen Erdrutsch (Steinzeit) entstand, der bei einem partiellen Gletscherrückgang während der letzten Eiszeit (vor ca. 25 – 30.000 Jahren) vom Cime di Cajada abging und dabei den Talschluss des Val Desedan verschüttete und aufstaute.  Bei einer späteren neuerlichen Erweiterung des Gletschers wurde das Gelände durch einen Arm des Piave-Gletschers abgeschliffen und abgerundet. Der gigantische Erdrutschhügel (Substrat des Beckens) ist mittlerweile fast überall stabilisiert, nur an der Ostflanke nicht. Dort sind verbreitete Erdrutsch- und Erosionsphänomene zu beobachten (Le Roe).


Gestein, Landschaften und Formationen

Gestein: Die Bergkette um das Hochbecken besteht vorwiegend aus dem Kieseldolomit der Soverzene Formation.  Weiter oben bei der Casera Cirvoi trifft man zuerst auf das Mergelgestein der Igne Formation (Forcella Palughet) und dann auf die weicheren Schichten des Vajont Kalks (Monte Cirvoi), der häufig Verkarstungen aufweist (Karrenfelder; Doline)
Landschaftsformen:
Gletscherformationen: weit verbreitete Gletscherablagerungen am Beckenboden
Verkarstungen: Karrenfelder und Dolinen (bei der Casera Cirvoi)
Bachformationen: Schwemmmaterial im Flussbett des Rio di Caneva; Schlucht des Desedan Bachs


Ambiente / Landschaften

Wälder, Weiden und Sumpfbecken. Das Caiada Becken ist ein sehr interessantes Biotop im Nationalpark, vor allem wegen seiner schönen und sehr großen Wälder (Mischwälder mit Silbertannen und Buchen). Dazwischen öffnen sich immer wieder sanft gewellte Lichtungen und ein großes sumpfiges Weidenbecken (Palughet). 

Anmerkungen: Einfache Tour, ohne nennenswerte Höhenunterschiede

Caiada da Cirvoi - CAI 509
Caiada da Cirvoi - CAI 509
(photo von Archivio PNDBL)
 
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