Traditionelle Aktivitäten
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Die Bergwerke und Schottergruben

Das Belluneser Bergland ist reich an Minerallagerstätten, viele sind jedoch relativ klein und in schwer zugänglichen Zonen.
Das interessanteste Beispiel ist sicherlich das Bergwerk Val Imperina in der Region Agordino, wo über mehr als fünf Jahrhunderte Kupfer für die venetische Industrie abgebaut wurde. Die Bergbautätigkeiten begannen vermutlich im XV. Jahrhundert, und stillgelegt wurde der Betrieb im Jahr 1962. Auch aus architektonischer Sicht wirklich bemerkenswert ist der große Bau, in dem die Schmelzöfen untergebracht waren. Dort schmolz man den kupferhaltigen Pyrit ein und führte die Kupferraffination bis Ende des 19. Jahrhunderts direkt vor Ort durch.  Die Knappen und Hilfsarbeiter stammten alle aus den umliegenden Ortschaften, vor allem aus Rivamonte. Die zweite sehr wichtige Erwerbsquelle für die heimische Bevölkerung (zumindest während der letzten 100 Jahre) war die Herstellung von Strohstühlen, wobei die „Stuhlflechter" als Wanderarbeiter durch ganz Mitteleuropa zogen.  Das Bergwerk hinterließ seine Spuren natürlich auch im Alltag der Leute, das heißt es war nicht nur eine Arbeitsstätte sondern beeinflusste auch die Sprache der Menschen, die Technik und die gesellschaftliche Ordnung generell.
Ein anderes wirtschaftlich sehr bedeutendes Bergwerk gab es in Vallalta (Gemeindegebiet Gosaldo). Heute sind leider nur mehr wenige Reste zu sehen, in den 60er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts jedoch war es das sechst größte Quecksilberbergwerk Europas.  Nach dem Beginn der Bergbauaktivitäten im Jahr 1770 stand die Grube fast einhundert Jahre lang bis 1963 in Betrieb. Im Gebiet des heutigen Nationalparks und in der direkten Umgebung gab es außerdem zahlreiche Schottergruben, in denen man Material in kleiner oder mittlerer Korngröße förderte. Eine befindet sich zum Beispiel in Perina (Gemeindegebiet Cesiomaggiore). Der Schotter diente vor allem für die lokale Bauwirtschaft, das heißt man hat ihn kaum über die Grenzen der Provinz Belluno hinaus geliefert.
Ebenfalls sehr verbreitet war die Kalkgewinnung, für die man den qualitativ hochwertigen lokalen Kalkstein nutzte. Die in den Flussbeeten gesammelten Steine brannte man in den charakteristischen Kalköfen. Im Nationalpark sind viele dieser kleinen Steinkonstruktionen zu finden, die bis in die 50er bzw. 60er Jahre letzten Jahrhunderts zur Herstellung von Branntkalk genutzt wurden.
Alte Brennöfen in Valle Imperina
(photo von Gianni Poloniato)
Fondo europeo agricolo per lo sviluppo rurale: l'Europa investe nelle zone rurali
PSR Veneto Programma di Sviluppo Locale 2014-2020
Sottomisura 19.2, intervento 7.5.1 Infrastrutture e informazione per lo sviluppo del turismo delle aree rurali del Progetto Chiave 03 – Turismo sostenibile nelle Dolomiti UNESCO – Misura 7 Servizi di base e rinnovamento dei villaggi nelle zone rurali
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